Doug Cockle, der Synchronsprecher von Geralt von Riva, hat auf die Online-Kritik an der Fokussierung von The Witcher 4 auf Ciri reagiert und enttäuschten Serienfans geraten, zum besseren Verständnis »die verdammten Bücher« zu lesen.
»Das ist einfach eine alberne Reaktion«, sagte Cockle bezüglich der Gegenreaktion auf das kommende RPG von CD Projekt Red, die durch die Ankündigung von Ciri als neuer Protagonistin ausgelöst wurde.
»Das hat nichts mit ›Woke‹-Ideologie zu tun«, fuhr Cockle in einem Interview von Fall Damage fort. »Da ist nichts Politisches dran. Ciri ist eine faszinierende Figur aus dem Witcher-Universum, und sie in den Mittelpunkt zu stellen, ist eine fantastische kreative Entscheidung.«
Cockle hat Geralt in der gesamten Videospielreihe von CD Projekt seine Stimme geliehen und wird die Rolle in The Witcher 4 erneut übernehmen, auch wenn der beliebte Hexer diesmal nicht die Hauptfigur sein wird.
Obwohl Geralt in dem kommenden Teil weiterhin präsent ist, löste die Enthüllung im letzten Jahr, dass seine Adoptivtochter die Hauptrolle im nächsten Teil – und vermutlich in der neuen Trilogie – übernehmen würde, bei einer lautstarken Minderheit im Internet die vorhersehbaren Vorwürfe aus, die Serie würde »woke«.
»Wir können Geralts Geschichte nicht einfach endlos wieder und wieder erzählen«, erklärte Cockle und sprach sich für die wohlverdiente Pause seiner Figur aus. »Seine Reise hat ihren Abschluss gefunden. Blut und Wein wurde entworfen, um diesen Abschluss zu bieten.«
»Ich unterstütze Ciris Hauptrolle voll und ganz. An alle, die das als ›woke‹ bezeichnen... [macht abfälliges Geräusch].«
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Cockle deutete weiter an, dass Ciris zentrale Rolle in The Witcher 4 tief im Quellmaterial – der originalen Romanserie des polnischen Autors Andrzej Sapkowski – verwurzelt ist.
»Jeder, der die Bücher kennt, versteht die erzählerische Richtung von CD Projekts«, erklärte Cockle. »Ciris Welt bietet eine Fülle ungenutzten Potenzials. The Witcher 3 konnte ihren Handlungsbogen nicht vollständig ausloten, weil die Geschichte auf Geralt konzentriert war, aber es legte den Grundstein.«
»Wenn ihr denkt, das sei ›woke‹, rate ich euch dringend, die Bücher zu lesen. Sie sind erstklassig, das ist schon mal ein Grund. Wichtiger ist, dass ihr die erzählerische Logik hinter dieser Wahl erkennen werdet.«
Die Spiele von CD Projekt sind grob angesiedelt nach den Ereignissen in Sapkowskis Romanen, auch wenn der Autor stets eine Unterscheidung zwischen seinem schriftlichen Abschluss für die Figuren und den Videospielen, die Geralts Abenteuer fortsetzen, aufrechterhalten hat.
Ohne wesentliche Handlungspunkte aus dem letzten Roman zu verraten, die The Witcher 4 beeinflussen könnten, ist klar, dass Sapkowski, genau wie CD Projekt, Ciri als eine zentrale Figur sah – eine, die perfekt positioniert ist, die Handlung voranzutreiben, wenn Geralt sich zurückzieht.
IGN sprach zuvor mit den CD-Projekt-Lore-Experten Cian Maher und Marcin Batylda über Geralts Rückkehr in The Witcher 4, die erläuterten, wie die etablierte Zeitlinie die neue Erzählrichtung kohärent untermauert.